Drahterodieren
Das Drahterodieren, auch oft Drahtschneiden genannt, ist ein sehr präziser Schneidvorgang für alle leitenden Metalle und aus dem Werkzeugbau kaum mehr wegzudenken. Dabei basiert das Drahtschneiden auf dem Prinzip der Funkenentladung. Zunächst wird eine elektrische Spannung zwischen Werkzeug (Elektrode) und Werkstück (Kathode) angelegt. Das Werkzeug und Werkstück ist von gereinigtem Wasser, sog. Dielektrikum umgeben. Es entsteht nun ein elektrisches Feld. Dieses elektrische Feld zieht die im Dielektrikum schwimmenden Teile an und bündelt sie. Ab einer bestimmten kritischen Menge an schwimmenden Teilchen, kann ein Strom fließen. Die schwimmenden Teilchen werden nun positiv geladen und schlagen mit hoher Geschwindigkeit auf dem Werkstück (Kathode) ein. Die dabei entstehende Wärme lässt diesen Punkt der Werkstücküberfläche schmelzen. Die Wärme erzeugt wiederum eine Druckblase im Wasser, welche implodiert und dadurch die verflüssigtem Teichen der Werkstückoberfläche wegspült. Durch eine Filteranlage werden die Teilchen aus dem Dielektrikum entfernt. Bei einer Drahterodiermaschine ist nun das Werkzeug (Elektrode) ein dünner Messingdraht (z.B. 0,5mm), welcher während des Erodiervorgangs durch das Werkstück läuft. Dieser Draht wird von einer CNC-Steuerung geführt. Das Drahterodieren hat den großen Vorteil der Genauigkeit (wenige Tausendstel mm Toleranz) und das auch gehärtete Werkzeugstähle oder auch Hartmetall ohne Probleme bearbeitet werden können. Wir setzen bei uns eine Drahterodiermaschine von der Firma Agie ein, welche von der Firma Techstar für unsere Zwecke modifiziert wurde. Die Genauigkeit unserer Maschine liegt bei ca. 0,005mm. Die Bearbeitungsgröße des Werkstücks ist max. x=150mm, Y=300mm, Z=120mm.

 

hoch
runter

© 2007 Hans Hedrich GmbH | IMPRESSUM